Ein Herz für Menschen im Rotlichtmilieu

Jeder Mensch verdient Würde und Anerkennung. Für viele Frauen im Rotlichtmilieu bedeutet die tägliche Arbeit aber oft das Gegenteil. Darum besucht die Heilsarmee regelmäßig Frauen, die in der Prostitution arbeiten und bietet ihnen ein offenes Ohr und Unterstützung an.

200.000 bis 400.000 Prostituierte soll es in Deutschland geben, so genau weiß das niemand. In diesem Dunkelfeld befinden sich oft Menschen, die Hilfe brauchen. Die Heilsarmee zeigt ihnen ganz praktisch, dass sie Würde haben, gesehen werden und Unterstützung verdienen. Bundesweit ist die Heilsarmee aktiv gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel.

„Hilf dem, der sich selbst nicht helfen kann; schaffe denen Recht, die für sich alleine dastehen.“

Sprüche 31,8, Die Bibel

Beispiele unserer Arbeit

Foto: Martin Heimann

Hamburg: Unterwegs auf dem Kiez

St. Pauli – einer der berüchtigtsten Rotlichtbezirke Europas. Prostitution ist in Deutschland seit einigen Jahren legal, dennoch gibt es im Rotlichtmilieu viel Angst, Abhängigkeiten und Gewalt. Die Heilsarmee in Hamburg besucht darum regelmäßig Frauen in Bordellen. Die Mitarbeiterinnen der Heilsarmee sind dort mit warmen Getränken, Snacks und anderen kleinen Aufmerksamkeiten unterwegs. Durch wertschätzende Worte und aufrichtiges Interesse bringen sie den Frauen Liebe entgegen und bieten auf Wunsch Hilfe und Unterstützung an.

Gemeinsam gegen Menschenhandel

Die Heilsarmee ist Gründungsmitglied des Vereins „Gemeinsam gegen Menschenhandel“, ein Bündnis von Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich auf unterschiedliche Weise gegen Menschenhandel einsetzen. Vorstandsvorsitzender ist Frank Heinrich, Bundestagsabgeordneter aus Chemnitz und ehemaliger Heilsarmee-Offizier. Der Verein hat sich folgenden Zielen verschrieben:

  • Öffentlichkeitsarbeit: Den Skandal Menschen­handel, insbesondere in der Form von Zwangs­prostitution sichtbar machen
  • Prävention: Aufklärung in Herkunfts­ländern und Deutschland
  • Opferhilfe und Opferschutz: Unter­stützung von Organisationen, die sich um Opfer kümmern.
  • Verbesserung juristischer Rahmenbedingungen: Eintreten für Maß­nahmen, die die straf­rechtliche Verfolgung von Menschen­händlern sowie den Opfer­schutz verbessern.

Europaweit aktiv

Ein europäisches Problem erfordert einen europäischen Ansatz. In ganz Europa nimmt Menschenhandel zu, in Form von Zwangsprostitution, Arbeitsausbeutung und zum Zweck des Organhandels. Da die Heilsarmee in den meisten europäischen Ländern aktiv ist, unterstützt sie über die Grenzen hinweg Opfer, wieder zu einem selbstständigen Leben zu finden. In jedem Land gibt es dafür Kontaktpersonen, die direkt miteinander vernetzt sind. Auf EU-Ebene setzt sich die Heilsarmee in Europa für die Rechte der Opfer von Menschenhandel ein.

Helfen Sie uns helfen.

Mit Ihrer Spende hilft die Heilsarmee Menschen im Rotlichtmileu. Danke!

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