Gefängnisseelsorge der Heilsarmee

Besuch hinter Gittern

Mitarbeiter der Heilsarmee zu Besuch in einer Justizvollzugsanstalt.

Mitarbeiter der Heilsarmee besuchen regelmäßig Gefangene in Strafanstalten. Mit großem Engagement und viel Einfühlungsvermögen stehen sie diesen vielfach geächteten Menschen zur Seite.

Freiheitsentzug, das bedeutet zugleich immer isoliert zu sein: von der Familie, vom Arbeitsleben, von allen gewohnten Lebensbereichen. Eingesperrtsein bringt auch mehr oder weniger große psychische Anspannung oder Probleme mit sich. Die Gefangenen sehnen sich nach ihren Familien, besonders wenn sie Frau und Kinder haben. Die Sorge ist groß, ob die Familie allein zurechtkommt. Nicht selten geht in der Zeit der Inhaftierung eine Ehe zu Bruch oder die Familie wendet sich ganz von dem inhaftierten Familienmitglied ab.

Durch ihren Besuchsdienst und die Begleitung in der Untersuchungshaft trägt die Heilsarmee dazu bei, dass die Verbindung zur Außenwelt nicht abreißt. Die Heilsarmee-Mitarbeiter bemühen sich, die Gefangenen in ihrer Persönlichkeit zu fördern und gemeinsam mit ihnen Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Ein Neuanfang ist möglich –
Gott gibt keinen auf!

Sowohl die Inhaftierten selbst als auch ihre Angehörigen werden mit der guten Nachricht von Jesus Christus bekannt gemacht und können daraus Kraft schöpfen. Kraft, um die schwere Zeit der Inhaftierung zu überwinden und Kraft, um nach der Entlassung in die Gesellschaft und in ein eigenständiges Leben zurückzufinden.

Auch in Zukunft möchte die Heilsarmee Menschen, die auf die „schiefe Bahn“ geraten sind zur Seite stehen. Mithilfe von Spenden und Geldauflagen („Bußgelder“ zugunsten einer gemeinnützigen Organisation) plant die Heilsarmee, regelmäßige Schulungen für Ehrenamtliche durchzuführen, damit die qualifizierte Gefangenenbetreuung der Heilsarmee ausgeweitet werden kann.