Corona-Hilfsfonds „Rampenlicht“ für freie Kulturschaffende

Offener ARTventskalender

Kunst und Kultur bereichern unser Leben, liefern Inspiration und Perspektiven jenseits unseres Alltags. Daran wollen wir gerade in der Adventszeit festhalten.

Unser ARTventskalender – ein Projekt von „The Limelight Collective“, Berlin – lädt zum Staunen, Entdecken, Schmunzeln oder Mitfühlen ein. Vom 1. bis zum 24. Dezember geben freischaffende Künstler*innen eine vorweihnachtliche Performance. Ob Tanz, Theater, Musik oder Lyrik – entdecken Sie mit uns die kleinen Freuden der Vorweihnachtszeit.

Jeden Tag im Advent öffnen wir nachfolgend ein Türchen mit einer künstlerischen Vorstellung. Außerdem streamen wir die künstlerischen Beiträge täglich um 17 Uhr auf Facebook.

 

Übersicht der am ARTventskalender teilnehmenden Künstler

Portraits

Uta Runne

Die in Köln geborene Mezzosopranistin Uta Runne studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Querflöte und anschließend klassischen Gesang. Zudem führte sie ein Stipendium des DAAD für ein Jahr nach Frankreich.

Tatsumi Ryusui

Berliner Musiker Tatsumi Ryusui wurde in Ehime, Japan geboren. Mit 10 Jahren brachte er sich Gitarre bei; seitdem hat er sich in die Welt des Circuit Bendings, des Sammelns von Feldaufnahmen und des Baus eigener Instrumenten ausgeweitet.

Shaw Coleman

Shaw absolvierte 2006 seinen Abschluss bei der Australian National Theatre Ballet School und tanzte dann zahlreiche Ensemble- und Solorollen in verschiedenen Ballettkompanien in Europa. Shaw hat sein ganzes Leben ehrenamtlich für Die Heilsarmee gearbeitet, und gründete 2016 The Limelight Collective.

Sarah Scheer

Sarah Scheer ist als zeitgenössische Tänzerin sowohl im Bereich Tanztheater und Performance Art zu sehen als auch in der urbanen Szene und Unterhaltungsbranche. Seit 2010 ist sie bundesweit in Theater- und Filmprojekten tätig.

Roxanne Grosshans

Roxanne hat mit 16 Jahren angefangen Tanzunterricht zu nehmen. Um ihren Wunsch zu verwirklichen, Tänzerin zu werden, begann sie 2017 eine hochschulvorbereitende Ausbildung bei „Seneca Intensiv“ in Berlin. Seit 2018 macht sie eine zeitgenössische Tanzausbildung bei der Schule „Die Etage“ in Berlin.

Rain Rose

Rain Rose ist eine in Berlin lebende freiberufliche Performerin und Lehrkünstlerin, die ursprünglich aus der San Francisco Bay Area stammt.

Lyla Palmer

Lyla Palmer stammt aus Kalifornien und ist freiberufliche Bewegungskünstlerin, Model, Choreografin und Multimedia-Künstlerin. Sie hat Erfahrung mit abendfüllenden Stücken von Tanzkompanien in Los Angeles, auf nationaler und internationaler Ebene.

Lisa Richter

Im Kopf Liebe und Melancholie, im Herzen ein Rasseln von Ekstase und in der Füllfeder Tinte und Regentropfen, die Wortergüsse über menschliche Abgründe und göttliche Stürme prasseln lassen.

Keisuke Sugawara

Keisuke Sugawara ist ein in Berlin lebender Performer und Regisseur. Er studierte Darstellende Kunst bei Jody Reed in Anchorage, Alaska. Professionelle Performancekarriere bei verschiedenen Choreografen und Regisseuren in Tokio, Japan. Er kommt weltweit viel herum und tritt in verschiedenen Ländern auf.

Jenny Rebecca

Jenny Rebecca (Jenny Rebecca Winans Ronning) ist Opernsolistin und hat für ihre internationalen Auftritte in einigen der besten Häuser und Symphonien der Welt bereits viel positive Kritik zum Beispiel von der New York Times und dem Opera News Magazine erhalten.

Hans-Georg Dill

Hans-Georg Dill hat viele Kammermusikalische Auftritte, sowie Engagements in verschiedenen Kammerorchestern in Berlin. Er war an der Dresdener Philharmonie und beim Konzerthausorchester Berlin verpflichtet. Weitere Gasttätigkeiten absolvierte er im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Komischen Oper ...

Diana Steinmetz

Diana Steinmetz entdeckte den Tanz als Teenager, als sie in verschiedenen Musicals auf der Bühne stand. Nach einem Politikwissenschaft- und Französischstudium sowie einigen Jahren in der internationalen Entwicklungsarbeit zu arbeiten, kehrte sie hauptberuflich zu ihrer ersten Leidenschaft zurück.

Ismeria Urban

Schon früh war der gebürtigen Berlinerin bewusst, dass ihre berufliche Bestimmung auf der Bühne liegt. Bereits in frühester Kindheit nahm sie Ballett- und Geigenunterricht. Ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin erhielt sie als Stipendiatin an der „Joop van den Ende Academy“ Stage Entertainment in Hamburg.

Dearbhla Nolan

Dearbhla Nolan ist aus Irland stammende Trompeterin und lebt seit 2010 in Berlin, wo sie eine aktive Karriere als Künstlerin mit Schwerpunkt Kammermusik und Barocktrompete absolviert.

Cornelia Dill

Cornelia Dill studierte in Leipzig und Weimar bei Lise-Liane Max, Karl-Georg Deutsch und Norbert Brainin und ist seit 1999 Mitglied des Konzerthausorchesters Berlin. Vor dem Eintritt ins Konzerthausorchester war sie stellvertretende Konzertmeisterin der zweiten Violinen im MDR-Sinfonieorchester Leipzig.

Christopher Amm

Christopher Amm, Jahrgang 1992, ist freischaffender bildender Künstler. Er studierte 2013-2016 Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Künste Karlsruhe, 2016 an der Accademia di belle Arti di Napoli und 2016-2019 an der Universität der Künste Berlin. 2019 als Meisterschüler bei Mark Lammert.

Bettina Kenney

Bettina Kenney ist Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin. Darüber hinaus ist sie als Synchronsprecherin in über 600 Filmen, Serien und Audioproduktionen zu hören, z.B. in Tarantinos neustem Kinofilm „Once Upon A Time in Hollywood“ als deutsche Stimme von Rumer Willis.

Almut Siebel

Im Jahr 2017 kam Almut für das Masterstudium „Mediale Raumgestaltung“ nach Berlin und schrieb ihren Abschluss über „Die Bedeutung von Ikonen in der Produktion von Raum“. Das Anliegen, dem Schaffen von künstlerischem Ausdruck effektiv Gesellschaft zu verändern, führte sie zu The Limelight Collective.

Adam Goodwin

Kontrabassist, Komponist und bildender Künstler Adam Goodwin stammt aus Texas. Seine Vielfalt an kreativen Aktivität umfasst häufige Kollaborationen mit anderen Performern, Komponisten, Klangkünstlern, Choreografen, Tänzern, Filmemachern und bildenden Künstlern.

 

Warum wir das tun?

Freischaffende Künstlerinnen und Künstler haben es in der Corona-Pandemie schwer. Vielen von Ihnen fehlen Aufträge, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das wollen wir nicht tatenlos hinnehmen. Mit unserem ARTventskalender zeigen Kunstschaffende was in ihnen steckt und wie sehr sie ihr Publikum vermissen.

Künstler fördern – Kultur bewahren

Aiko ist Tänzer und Choreograf. Im vergangenen Jahr hatte er noch viele Auftritte und konnte davon gut leben - für 2020 plante er mit seiner Bühnenpartnerin neue Projekte in Berlin und Schweden. Doch dann brach im März die Corona-Pandemie aus. Seitdem darf Aiko nicht mehr auftreten. Von digitalen Auftritten kann er seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten und bei seinem Nebenjob im Restaurant kann er nur noch einmal die Woche arbeiten. Er hat kaum noch finanzielle Rücklagen – und staatliche Hilfen gibt es für ihn nicht.

Wie Aiko geht es vielen freischaffenden Beschäftigten in der Kunst- und Veranstaltungsbranche. Ob Musiker*innen, Sänger*innen, Autor*innen, Fotograf*innen, Filmschaffende, Schauspieler*innen, Schausteller*innen, Bühnentechniker*innen oder Bühnenbauer*innen – je länger der Kulturbetrieb stillsteht, desto bedrohlicher wird ihre Lebenssituation.

Privater Hilfsfonds „Rampenlicht“ soll freie Kulturschaffende vor dem finanziellen Ruin schützen

Die Heilsarmee möchte freischaffenden Künstler*innen, die wegen der extremen Corona-Krise in Existenznot geraten sind, schnell und unbürokratisch helfen. Viele haben Kredite aufgenommen und sich privat verschuldet, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ohne Aufträge droht ihnen der finanzielle Ruin.

Um dem entgegenzuwirken und Kunstschaffenden schnell und unbürokratisch zu helfen, hat die Heilsarmee das Projekt „Rampenlicht“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Künstler*innen eine Bühne und eine Stimme zu geben, um mehr Menschen auf ihre Not aufmerksam zu machen. Ein Hilfsfonds, den die Heilsarmee mit anfänglich 15.000 Euro* ausgestattet hat, soll durch private Spenden aufgestockt und mindestens verzehnfacht werden.

Mit der Auszahlung von Stipendien in Höhe von jeweils 1.000 Euro sollen von der Krise betroffene Künstler*innen eine Finanzierungshilfe für ihren Lebensunterhalt und ihre Miete erhalten. Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, sich online auf der Rampenlicht-Projektseite mit ihrer Arbeit zu präsentieren und an künftigen Veranstaltungen zu beteiligen, um weiteren Kunstschaffenden zu helfen.

Unterstützen auch Sie das Projekt „Rampenlicht“ – jeder Euro geht eins-zu-eins an Künstler in Not.

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